Thrombozyten feiern Revival

Am 04.12.2017, kurz nach meinem Geburtstag, hatte ich den nächsten Termin beim Onkologen. Ein Standardtermin der immer eine Woche vor der nächsten Chemotherapie gemacht wird. Der Ablauf ist immer derselbe: Blutabnahme und Besprechung der aktuellen Werte wie Thrombozyten, weiße und rote Blutkörperchen sowie die Klärung aufgekommener Fragen stehen auf dem Programm. Mittlerweile erfreue ich mich selbst an kleineren positiven Ereignissen wie dem gestrigen.

Thrombozyten erholten sich erstmals

Zum ersten Mal in der Geschichte „Flo vs. Krebs“ stiegen die Thrombozyten zwischen zwei Chemozyklen wieder beträchtlich. Auch bei den roten und weißen Blutkörperchen war dieser Trend erkennbar. Das freut mich wirklich sehr, sah es doch am Anfang eher so aus, als würde ich bei einer Notsituation nicht mehr operiert werden können, da die Werte so im Keller waren. Aber dank der geringeren Dosierung sah die Sache nun anders aus.

Nachdem ich nach den letzten Blutwerten schon stark schlucken und dabei zusehen musste, wie sich die Werte immer weiter drastisch verschlechterten, gab es nun also Grund zum Aufatmen. Wenn ich eines habe lernen müssen in der Zeit nach der Diagnose, dann dass Freude und Frust neue „best Buddies“ geworden sind und sich jetzt noch näher stehen als davor. Selbst so kleine Nachrichten lassen mich ein Stück weit glücklicher werden.

Zukunft ungewiss – Aufklärung am 21.12.2017?

Ob und inwiefern die neue geringere Dosierung anschlägt und genauso wirkt wie vorher stellt sich am 21.12.2017 heraus. Morgen, also am 07.12.2017 steht erstmal der erste MRT-Termin seit langer Zeit an, wo ein Bild von meinem Kopf gemacht wird. Die Besprechung wird dann zwei Wochen später erfolgen. Ist ja nicht so, als dass es nicht schon beunruhigend genug ist nicht genau zu wissen, ob die Chemo anschlägt oder nicht. Dann noch kurz vor Weihnachten eine vielleicht nicht so schöne Nachricht zu erhalten wäre wohl zu viel des Guten. Aber was soll ich machen? Es ist jetzt nun mal so wie es ist.

Papierkram für die Zwischenzeit

Wer denkt, dass man mit so einer Krankheit nur zu Hause sitzt und sich langweilt, der hat die Rechnung ohne die doch teils sehr bürokratischen Wege der Versicherungen gemacht. Diese wollen nämlich alles von dir. Da ich jetzt schon über sechs Monate krank geschrieben bin, meldete sich meine private Versicherung bei mir und bat um allerhand Informationen. Um mal einen kleinen Überblick zu geben: inklusive des Fragebogens zur Selbstauskunft, allen benötigten Schriftstücken und der Arbeitgeberauskunft bin ich auf über 60 DIN A4-Seiten gekommen, die ich vor ein paar Tagen verschickt habe.

Die gesetzliche Krankenversicherung lässt das natürlich nicht auf sich sitzen und meldete sich auch zu Wort. Ich muss mich jetzt zusätzlich zu der Fahrkostenerstattung noch um eine Folgeverordnung für den weiteren Zeitraum der Dauer der Chemotherapie sowie entsprechende Nachweise über die Notwendigkeit der Behandlungstage kümmern. Inzwischen habe ich einen eigens für meine Krankheit individualisierten Ordner, was ich jedem nur empfehlen kann. Da kommt alles rein, was in der letzten Zeit besprochen und festgehalten wurde.

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