Seit der Diagnose sind nun gut neun Monate vergangen. Eine lange Zeit. Eine Zeit, die nicht immer sehr einfach war und ist. Man sagt „Zeit heilt alle Wunden“, aber stimmt das? Auf jeden Fall verändert Zeit abhängig von der Situation die Ansichtsweisen mancher Dinge. Vor der Diagnose sah ich ältere Menschen als nichts Besonderes, sie waren Menschen wie du und ich – und natürlich sind sie es heute immer noch. Mit einem Unterschied: ich beneide sie. Das klingt jetzt vielleicht missbilligend, aber so ist das nicht gemeint. Ich hoffe, dass ich trotz dieser furchtbaren Diagnose auch noch unbeschwert in dieses Alter komme, das die Medizin weiter am Krebs forscht und es vielleicht in naher Zukunft ein Heilmittel gibt. Das haben wahrscheinlich viele vor mir auch schon gehofft – aber wie sagt man so schön: die Hoffnung stirbt zuletzt. Witmen wir uns also schöneren Gedanken, denn nur wer positiv denkt, wird auch Positives bewirken!

Jeder mag Katzen

Weil das so ist und meine beiden Fellnasen zu den tapfersten und unerschüttertsten Genesungshelfern in meinem großen Kreis von tollen Lebewesen gehören, habe ich Ihnen eine eigene Seite auf diesem Blog spendiert. Mit den Jahren sind unzählige süße Fotos entstanden, welche ich nach und nach hier veröffentlichen werde. Zugegeben, als Katzenhalter sieht man seine eigenen Katzen immer als die Süßesten an, dem kann auch ich mir nicht entziehen. Allerdings gibt es hier eine Besonderheit: bei mir stimmt es. Wer findet, dass andere Katzen süßer sind als meine, der möge mir die Fotos zukommen lassen. Ich werde dann auch fair bewerten… Versprochen!

Ein Ausgehtipp für Berlin Moabit

Da ich immer noch Angst habe mit der U-Bahn zu fahren, um irgendwo hinzugelangen, beschränkt sich mein Leben momentan auf einen kleinen Umkreis in meinem Wohngebiet. Glücklicherweise hat sich der Kiez in den letzten Jahren sowohl negativ als auch positiv verändert. Natürlich werde ich nur auf die positiven Dinge eingehen, nochmal hier hinziehen, wenn ich nicht schon seit 17 Jahren in der Wohnung wohnen würde, würde ich nicht mehr. Dafür gibt es schönere Ecken, die allerdings auch ihren Preis haben. Aber ich schweife ab.

Gerade als Veganer hat sich in den letzten Jahren viel getan. Cafés und Restaurants sprießen jederorts wie Pilze aus dem Boden, also verhungern wird man in Moabit jedenfalls nicht (auch oder gerade nicht als Veganer). Wer im Sommer gerne Eis essen möchte und sich mal an einem veganen probieren möchte, dem kann ich das „Geh Veg“ ans Herz legen. Hier gibt es Unmengen an veganer Eissorten und Sorbets, die sich geschmacklich kaum von den gewohnten Sorten unterscheiden. Wenn man zudem noch einen kleinen Hunger mitbringt, wird man hier auch mit Burgern und Bagles versorgt und mit einem veganen Latte abgerundet.

Bei etwas größerem Hunger empfehle ich aber bedingungslos das „Valladares„, ein echter Geheimtipp für Veganer. Es tut mir ein bisschen weh das hier jetzt so zu schreiben, da es nach so kurzer Zeit jetzt schon schwer fällt ein Plätzchen in dem mittelgroßem Restaurant zu ergattern. Hier gibt es alles was das Herz begehrt, vom veganen Kaffee und Kuchen bis hin zur warmen Küche verschiedenster Regionen (griechisch, mexikanisch, italienisch) ist hier alles dabei und garantiert „Vleischfrei“. Wer möchte, kann hier mal auf die Speisekarte blicken. Ich kann den „Mex. Guacamole Burger“ empfehlen, aber auch andere Gerichte wurden schon als gutschmeckend attestiert.

Bleiben wir beim Thema Essen und Eis

Ich konnte meinen Augen nicht trauen, als ich es durch Zufall entdeckt habe. Es gibt veganes Ben & Jerry’s Eis!!! Ohne Witz, das ist das Beste, was die vergangen Wochen hervorbringen konnten. Laut der Internetseite von Ben & Jerry’s wurde sich wohl veganes Eis von den Kunden gewünscht und prompt wurden zwei Eissorten auf Mandelbasis direkt umgesetzt. Die als Non-Dairy deklarierten Sorten „Chunky Monkey“ und „Peanut Butter & Cookies“ haben es in die Regale der Läden geschafft – nur leider noch nicht in meine Hände, da ich offensichtlich das Pech habe, dass es hier in der Umgebung nicht angeboten wird. Was Discounter und Lieblingsprodukte angeht, stehe ich offenbar immer im Abseits. Selbst das von mir so heiß geliebte „Chocolate Fudge Brownie“ als vegetarische Ausnahme findet nur selten den Weg in meinen Magen – scheint wohl die beliebteste Sorte zu sein, denn von dem Rest ist überall in ausreichender Menge vorhanden. Mit 7,99€ (500 ml) sind die neuen veganen Sorten allerdings auch kein Schnäppchen. Aber zu viel Eis macht dick – und das ist momentan eh nicht drin, denn…

…das Leben ist zu kurz für’s ledig sein

Nicht zuletzt der Schicksalsschlag im Juni 2017 hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich meine langjährige Freundin Bianca Mitte im März 2018 zu meiner Frau nehmen werde. Ich muss also in meinen Anzug passen, wenn es im März zum Standesamt geht.

Ihr habt richtig gelesen. Die, die mich kennen wissen es natürlich bereits. Die Verlobung fand am 01.01.2018 statt, allerdings nicht nach 0 Uhr, wie man es annehmen könnte, sondern gegen 18 Uhr abends – nach zwei missglückten Versuchen ihr einen Antrag noch im vergangenen Jahr zu machen habe ich dieses Datum als perfekt auserkoren. Zumindest kann man den Tag nicht so leicht vergessen. Aber spulen wir noch einmal zurück. Hochzeit? Ich? Freunde von uns waren sichtlich überrascht, dass wir überhaupt heiraten. Ich war nie derjenige, der einen urkundlich beglaubigten Zettel brauchte der mir mitteilte, dass ich mit der Frau meiner Träume zusammenleben darf. Kurz: eigentlich wollte ich überhaupt nicht heiraten.

Da das Leben aber für mich entschieden hat, dass ich mein bisheriges Leben zumindest temporär auf Eis legen musste und etwas anderes für mich vorgesehen war, überlegte ich mir noch einmal welche Vorteile so eine Hochzeit haben könnte. Der wohl größte Vorteil ist wohl, dass man eine Zeremonie erleben darf, die so kein zweites Mal im Leben vorkommt. Außerdem ist es wohl die einzige Möglichkeit all die lieben Personen zu einem bestimmten Zeitpunkt um sich zu scharen, die mir die ganzen Monate so treu zur Seite gestanden haben und mir die notwendige Kraft verliehen, die so bitter nötig war.

Erst Standesamt, dann freie Trauung

Nachdem alle nötigen Formalien erledigt sind und ich offiziell den Nachnamen meiner zukünftigen Frau angenommen habe, haben wir noch ein bisschen Puffer bis zur eigentlichen Sause im September 2018, wo dann die freie Trauung stattfindet. Die Location und ein äußerst sympathischen Trauredner und DJ haben wir schon gebucht. Jetzt fehlt nur noch der Hochzeitsfotograf und -videograf und die ganze Vorbereitung und schon kann es losgehen. Das klingt jetzt so leicht, oder? Leider ist dem nicht so. Gerade was den Hochzeitsfotografen angeht, sind wir mit unserer Planung schon sehr knapp dran. Die meisten Paare planen mindestens 1 1/2 Jahre im Voraus. Ja, genau… Richtig gelesen. Beim Videografen sieht es noch schlechter aus. Da ich gerne Drohnenaufnahmen aus der Luft hätte, ist die Planung dahingehend schwieriger, gemäß der Formel:

Planungszeitraum + Aufwand * Extravagante Wünsche = Möglichkeit des Scheiterns oder Verzicht

Allerdings bin ich noch guter Hoffnung, dass wir das bis dahin gestemmt bekommen und alles noch gut ausgeht. Ein wenig Glück werde ich ja wohl auch mal haben dürfen, oder? Drückt mir also die Daumen, dass alles gut geht und wir unsere Traumhochzeit feiern können. Bis jetzt läuft ja alles glatt. Toi toi toi…

Hier steht noch so viel auf meiner digitalen Notiz

Angesichts des jetzt schon ausufernden Beitrags und dem, was noch in meinem Notizbuch steht worüber ich schreiben wollte, muss ich jetzt doch mal die Reißleine ziehen und es auf einen anderen Blogpost verteilen. Also gibt es jetzt lediglich einen kurzen Teaser.

Unter anderem wollte ich ein neues Rezept vorstellen. Ihr erinnert euch doch bestimmt noch an die Schokocreme? Nein? Naja, selber schuld 😉 Falls euch abgeschreckt hat, dass es sich hierbei um Schokocreme auf Kichererbsen-Basis handelt, dem kann ich nur diesen Artikel hier ans Herz legen, wo es darum geht, wie man in 30 Tagen zum Veganer wird. Vielleicht ist es ja mal einen Versuch wert?

Als letztes wollte ich noch auf das Mysterium der einen vergangenen Nacht zu sprechen kommen, in der ich die ganze Nacht kein Auge zugetan habe und gefühlt nur eine Stunde Schlaf bekommen habe. Die Ursache war schnell gefunden und klingt jetzt spektakulärer als es letztlich war. Schade, dass das jetzt keinen Platz mehr findet 😉 Die Buchempfehlung schließt sich diesem sehr wichtigen Thema dann auch noch an. Alles zu seiner Zeit.

Wie immer würde ich mich über Kommentare oder privaten Nachrichten von euch freuen.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: